Die Sendung ist unter folgendem Link online verfügbar:

https://www.srf.ch/sendungen/puls/spielsucht-mit-gesetzen-und-verordnungen-kaum-zu-stoppen


Die Anonymität des Internets zieht suchtgefährdete Glücksspieler besonders an. Das neue Geldspielgesetz soll den Wildwuchs eindämmen, ändert aber nichts am eigentlichen Problem. Was treibt einen dazu, immer weiterzuspielen? Ein «Puls Spezial» zur Spielsucht – mit Menschen, die alles verloren haben.

Mit beinahe zwei Milliarden Franken versuchen in der Schweiz Spieler ihrem Glück in Casinos und Lotterien auf die Sprünge zu helfen. Nicht mitgerechnet die Summe, die online verspielt wird.

Ein einträgliches Geschäft, das sich über Ländergrenzen hinweg kaum kontrollieren lässt. Das am 1. Januar 2019 neu in Kraft getretene Geldspielgesetz soll das ändern. Ausländische Spieleanbieter werden mit Internetsperren belegt. Nur in der Schweiz konzessionierte Betreiber dürfen zukünftig Geldspiele anbieten.

Wie dabei konkret Vorsorge gegen unkontrolliertes Spielen getroffen werden soll, dazu äussert sich noch niemand. Dabei zieht die Anonymität des Internetspielens suchtgefährdete Spieler besonders an. Suchtfachleute kritisieren, dass Ausmass und Folgen von Spielsucht bewusst klein geredet werden.

«Puls» und «36,9°» haben sich mit dem Phänomen der Spielsucht auseinandergesetzt und dabei Spieler getroffen, die von ihrer Spielsucht in den Ruin getrieben wurden.