So gehts nicht weiter - ich will etwas ändern

Sie bemerken bereits Folgen des übermässigen Spielens? Folgende Anlaufstellen können Ihnen weiterhelfen:

Klicken Sie auf eine der oberen Anlaufstellen für mehr Informationen.

Vertrauensperson

(z.B. Partner/Partnerin, Familie, Freunde, Seelsorger, Lehrer usw.)

Die meisten Spieler/Spielerinnen erleben es als Erleichterung, wenn sie das Schweigen brechen und eine Vertrauensperson einweihen. Die Last der Verheimlichung und Lügen fällt weg und öffnet den Blick für Lösungen. Aus Angst vor der Reaktion der Angehörgen wird jedoch oft davor zurückgeschreckt, jemanden ins Vertrauen zu ziehen. In den meisten Fällen reagiert das Umfeld jedoch positiv auf die Bitte um Unterstützung.

Es ist hilfreich, wenn man die ersten Schritte hinaus aus der Glücksspielsucht nicht alleine tun muss und man jemanden hat, der einen bspw. zum ersten Termin in einer Sucht- oder Schuldenberatung begleitet. Möchten Sie keine Ihnen nahestehende Person einweihen, können Sie sich auch in einem geschützten Rahmen offenbaren. Dies könnte bspw. eine Fachperson der Suchtberatung, ein/e Seelsorger/in (unterstehen der Schweigepflicht) oder anonyme Beratungsmöglichkeiten im Internet sein.

Spielsperren

Bei allen Casinos und grösseren Online-Glücksspielwebseiten gibt es die Möglichkeit, eine Selbstsperre einzurichten. Mehr Informationen und Adressen für Spielsperren.

Hausarzt

Eine Spielsucht begleiten oft psychische und körperliche Beschwerden. Viele Spieler/innen berichten von Schlafproblemen, Kopf- oder Magenschmerzen, psychischen Verstimmungen bis hin zur Depression usw. Wenn Sie diese oder andere Symptome bei sich bemerken, konsultieren Sie frühzeitig Ihren Hausarzt und reden Sie offen über Ihre Probleme.

Selbsthilfegruppen/Gesprächsgruppen

Selbsthilfegruppen sind Hilfe zur Selbsthilfe. Sie können dabei helfen,

  • zu sehen, dass man nicht alleine mit dem Problem dasteht.
  • Mut zu fassen, dass ein Ausstieg möglich ist.
  • von den Erfahrungen der anderen zu profitieren.
  • sich selbst auch in der Rolle des Hilfeleistenden zu erleben.
  • sich getragen zu fühlen, ohne das Gefühl zu haben, zur Last zu fallen.
  • andere spannende Menschen kennenzulernen.

Koordination und Förderung von Selbsthilfe in der Schweiz: www.selbsthilfeschweiz.ch

Information und anonyme Beratung online

Erwachsene finden auf sos-spielsucht.ch umfassende Informationen und kostenlose/anonyme Beratung. Für Jugendliche gibt es jugendgerecht aufbereitete Websites wie z.B. www.feel-ok.ch

Anonyme und kostenlose Telefonberatung:
Tel. 0800 080 040

Anonyme Mailberatung: http://sos-spielsucht.ch./de/hilfe/

Anonyme Chat-, Mail-, und Forenberatung:
www.safezone.ch

Schuldenberatung / Budgetberatung

Oft häufen sich bei den Spielenden im Laufe der Zeit Schulden an. Wenn sich die Rechnungen stapeln und man langsam den Überblick verliert, ist es hilfreich, die IST-Situation mit einer Fachperson zusammen anzuschauen, ein Budget zu erstellen und einen Plan auszuarbeiten, wie man in Zukunft mit der finanziellen Situation am besten umgehen kann.

Schulden- und Budgetberatungsstellen in Ihrem Kanton finden Sie unter der Rubrik Beratung vor Ort.

Fachperson / Suchtfachstellen

Suchtfachstellen bieten für selbst Betroffene, aber auch für deren soziales Umfeld Hilfe und Beratung bei Suchtproblemen (auch Glücksspielsucht) an. Die Suchtberatenden schauen mit den Betroffenen gemeinsam die Hintergründe der Sucht an, erarbeiten Lösungswege und unterstützen die Betroffenen bei der Erreichung ihrer Ziele. Auch Angehörige können diese Unterstützung in Anspruch nehmen.

Die Beratungen sind in der Regel kostenlos. Die Fachpersonen von Suchtfachstellen unterstehen der Schweigepflicht.