Was kann ich tun?

Wie spreche ich das Problem an?

  • Informieren Sie sich ausreichend über Glücksspielsucht und nehmen Sie das Problem ernst.
  • Sprechen Sie mit dem bzw. der Betroffenen offen, ehrlich und konkret über Ihre Sorgen und das, was Sie bewegt.
  • Zeigen Sie dem/der Spielenden in einem ruhigen Moment die Hilfsmöglichkeiten auf (z.B. Beratungsstellen).

Versuchen Sie dabei, dem Spieler/der Spielerin keine Vorwürfe zu machen. Halten Sie sich vor Augen, dass Glücksspielsucht eine Suchterkrankung ist und die Betroffenen nicht in böser Absicht handeln.

Verlieren Sie sich dabei jedoch nicht aus den Augen: Ihre Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die der/des Betroffenen. Sie können unterstützen, die Probleme aber niemandem abnehmen. Die Verantwortung dafür trägt einzig und alleine der/die Betroffene.

Wie kann ich helfen?

Sie können den/die Betroffene(n) unterstützen, indem Sie für Gespräche offen sind und der/dem Betroffenen wertschätzend gegenüber stehen. Nehmen Sie die Glücksspielsucht ernst, geben Sie ihr aber nicht so viel Raum, dass sie alles andere überdeckt. Gönnen Sie den Sorgen auch mal eine Pause: Vereinbaren Sie Zeitfenster, in denen Sie sich mit dem bzw. der Betroffenen ganz bewusst anderen, freudigen Aktivitäten widmen. In diesen Zeitfenstern soll die Glücksspielsucht nicht Thema sein.

Folgendes sollten Sie nicht tun:

  • Leihen Sie dem Spielenden kein Geld.
  • Übernehmen Sie keine Kredite, bezahlen Sie keine offenen Rechnungen und gleichen Sie das überzogene Konto nicht aus.
  • Lügen Sie nicht für den Spielenden (z.B. ihn beim Arbeitgeber krank melden, wenn er ins Casino geht oder die Nacht mit Online-Glücksspielen verbracht hat).
  • Drohen Sie keine Konsequenzen an, die nicht durchsetzbar sind oder die Sie nicht konsequent durchsetzen wollen (z.B. mit einem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung drohen).
  • Handeln Sie mit dem Betroffenen keine Versprechungen aus, die schwierig umzusetzen sind. Können diese nicht eingehalten werden, ist die Enttäuschung auf beiden Seiten gross.
  • Bagatellisieren Sie die Folgen des Glücksspiels nicht.

Sie als Angehöriger oder Angehörige können für einen glücksspielsüchtigen Menschen nicht die Entscheidung treffen, mit dem Spielen aufzuhören.

Aber wenn der Betroffene sich dazu entschliesst, dann können Sie ihn dabei unterstützen und begleiten.