Geldspielautomaten

Die Wahrscheinlichkeit einer Suchtentwicklung ist bei Automaten sehr hoch!

Verschiedene Faktoren tragen dazu bei:

  • Schnelle Spielabfolge. Innerhalb von Sekunden ist das Ergebnis da.
  • Schnelle Auszahlung bei Gewinn – schnelles Weiterspielen bei Verlust.
  • Aktive Einbeziehung des Spielers durch Stopp-Tasten am Spielgerät. Es wird der Eindruck vermittelt, der Spielende könne das Resultat beeinflussen.
  • Höhe der möglichen Gewinne. Durch die Vernetzung von mehreren Spielbanden entstehen Jackpots von bis zu 1 Million Franken.
  • Häufige Fast-Gewinne, welche die Erwartung verstärken, beim nächsten Spiel zu gewinnen.
  • Bezahlungsmöglichkeiten, beispielsweise durch kleinere Geldbeträge oder das Bezahlen mit Kreditkarten, senken die Hemmschwelle.
  • Ton-, Licht- und Farbeffekte: Bestimmte Signale lösen im Hirn Impulse aus, welche einen Drang generieren, immer weiter zu spielen. Sie vermittteln das Gefühl von Aktivität und Spass.
  • Leichte Verfügbarkeit. Gelegenheit macht Süchtige.

Geschichte und Bezeichnungen

Der erste aller Geldspielautomaten war die Schwarze Katze der Brüder Caille. Erbaut im Jahr 1889, hatte er schon den typischen Seitenarm und erhielt als erster Automat die Bezeichnung „einarmiger Bandit“. Im Jahr 1897 folgte ein Apparat des aus Schwaben nach Kalifornien ausgewanderten Maschinenbauers Charles August Fey.

Der Name Einarmiger Bandit soll signalisieren, dass er dem Spieler wie ein Bandit das Geld aus der Tasche zieht, sobald man seinen Arm (Hebel) betätigt. In den USA werden diese Geräte slot machine (= Schlitzapparat), in Australien poker machine und in Grossbritannien fruit machine ( = Früchtemaschine, nach den Symbolen auf den Walzen) genannt. Der erste in Kalifornien aufgestellte Maschinentyp trug ob der Symbole mit der Höchstgewinnmöglichkeit den Namen Liberty bell.

Aussehen und Funktion 

Das Betätigen eines Hebels setzt Rädchen mit Symbolen in Bewegung. Ziel ist es, dass die Rädchen stehenbleiben und die gleichen Symbole anzeigen.

Die traditionellen Geräte mit Walzen und Handhebel wurden von modernen, elektronischen Maschinen mit Bildschirmen abgelöst, auf denen die Walzen nur simuliert werden. Diese Bildschirmgeräte haben den Vorteil, dem Spielendem die Auswahl zwischen mehreren Spielen oder Einsätzen zu ermöglichen. Neueste Entwicklung sind Geräte, bei denen der Spieler den Wert eines Kredites (kleinste Einheit des Spieleinsatzes) selbst bestimmen kann. Je nach Ausführung der Maschine können auch mehrere Gewinnlinien, bis zu 25, oder Kredite je Gewinnlinie gespielt werden. Der Einsatz pro Spiel kann dann weit über 100 Franken betragen.

In Las Vegas wird der einarmige
Bandit auch Slot machine (Schlitzmaschine) genannt.