Informationen für Ärzte und Ärztinnen

Die Frage nach dem Alkohol- und Tabakkonsum wird fast routinemässig bei einer Konsulation an den Patienten/die Patientin gerichtet. Vielleicht würde sich auch die Frage nach Glücksspielgebrauch als sinnvoll erweisen?

Laut der neusten Untersuchung (ESBK, April 2009) leiden ca. 120.600 Personen in der Schweiz unter exzessivem Glücksspiel. Glücksspielsucht kann auch physische Symptome zeigen:

  • Schlafstörungen
  • Magen-/Darmbeschwerden
  • allgemeine Stresssymptome

Zudem können sekundäre psychische Beschwerden/Störungen auftreten:

  • Gedankenkreisen, nicht abschalten können, Grübelzwang
  • depressive Verstimmungen
  • Aggressionsausbrüche, Gereiztheit
  • sozialer Rückzug

Übermässiger Tabletten- oder Alkoholkonsum kann als sekundärer Suchtmittelmissbrauch sichtbar werden.

Auch Zahlungsschwierigkeiten können ein Hinweis auf eine Glücksspielproblematik sein.

Die Frage: „Wie sieht es mit dem Glücksspiel bei Ihnen aus?“ oder „Betreibt Ihr Mann/Ihre Frau übermässiges Glücksspiel?“ kann das Tabu brechen und den Anfang eines Klärungsprozesses darstellen. 

Sehr empfehlen können wir das E-Learning Modul "exzessives Spielen" auf der Webpage www.fosumos.ch. Folgender Link führt Sie direkt zum Login-Bereich: www.fosumos.ch. Das Kennwort zum Login lautet fosumos